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Wie können Kommunen, Regionen und Bürgerenergieprojekte den Klimaschutz vor Ort voranbringen? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Veranstaltungen und Angebote der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume im Jahr 2025. Im Mittelpunkt standen Austausch, regionale Wertschöpfung und praxisnahe Unterstützung für Projekte rund um erneuerbare Energien und kommunalen Klimaschutz.
Die ländlichen Räume befinden sich in einem Transformationsprozess. Dies gilt auch für die Entwicklung erneuerbarer Energien, den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel. Hier hat – neben Aktivitäten der Kommunen – vor allem die LEADER-Förderung Regionalentwicklungsprozesse angestoßen. Auf einer Veranstaltung der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) im April 2025 mit dem Titel "LEADER meets kommunalen Klimaschutz" wurde den 240 Teilnehmer deutlich, dass LEADER-Regionalmanagements und kommunale Klimaschutzmanagements wichtige Verbündete sind, wenn es darum geht, den Klimaschutz vor Ort voranzubringen.
Bei der Veranstaltung ging es insbesondere um Sensibilisierung, um die Teilhabe von Bürgerinnen und Bürgern und um regionale Wertschöpfung. Dabei wurden kommunale Gestaltungsmöglichkeiten beleuchtet, und zwar sowohl in Form inter-kommunaler Kooperation als auch durch Unterstützung von Dritten. Dies sind häufig Nichtregierungsorganisationen, öffentliche Einrichtungen und Netzwerke wie das Bündnis Bürgerenergie e. V., die Energieagenturen der Länder oder Länder- und Regionalnetze der deutschen Bürgerenergiegemeinschaften. Auch 2026 haben die Akteure die Möglichkeit, sich zu diesen Themen auszutauschen – beim zweiten Workshop "LEADER meets Klimaschutz".
Neben diesem Workshop bot die DVS im Jahr 2025 zahlreiche weitere Informations- und Austauschformate zum Thema an, etwa Schulungen und Exkursionen. Dabei greifen Veranstaltungen wie die DVS-Reihe „Erste Schritte zum Bürgerenergieprojekt“ oder der Workshop "Mit interkommunalen Unternehmen die regionale Energiewende gestalten" fachlich ineinander, führen Themen in wechselnden Formaten fort und zeigen neue Entwicklungen und gute, übertragbare Praxisbeispiele auf. Außerdem bieten sie Zugang zu kompetenten Akteuren und aktuellen Fördermöglichkeiten.
Um diesen Zugang weiter zu erleichtern, hat die DVS auf ihrer Website unter der Rubrik "Erneuerbare Energien" Akteure und Netzwerke von Bund und Ländern gebündelt und kurz charakterisiert. Auch finden sich dort Leitfäden und Beratungsangebote sowie finanzielle Teilhabemöglichkeiten über Bundes- und Landesgesetzgebungen. Eine Projektsammlung ergänzt das Angebot und zeigt, wie LEADER eine Energiewende voranbringen kann, die von Kommunen und Bürgerinnen und Bürgern getragen wird. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Konstellationen: Einige der Unternehmen beraten ihre Gesellschafter bei der Planung und Umsetzung von Energieprojekten, andere entwickeln Regionalstrommodelle oder treten als Beteiligungsgesellschaft oder Betreiber von Wind-, Fotovoltaik- oder Wärmeprojekten auf.
Das eigene Projektumfeld zu kennen und sich über dessen Potenziale und Hürden im Klaren zu sein, trägt entscheidend zum Projekterfolg bei. Viele Analysen haben zum Beispiel gezeigt, dass Kommunen und Kirchen als Flächeneigentümer oder Multiplikatoren, aber auch als potenzielle Kunden eine wichtige Rolle bei Energieprojekten spielen. Der gemeinsame Blick auf diese Akteurslandschaft erleichtert den Start von Bürgerenergieprojekten, und genau hierfür bringt die DVS die Akteure zusammen.