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"Ist Bildung der Schlüssel? Ganzheitliche Ansätze für mehr Ernährungskompetenz" Geschäftsbericht 2025

Wie kann Ernährungsbildung Menschen dabei unterstützen, gesunde und nachhaltige Entscheidungen im Alltag zu treffen? Mit dieser Frage beschäftigte sich das 8. BZfE-Forum im Rahmen der Bonner Ernährungstage 2025.

Gruppenbild der Veranstaltung Bonner Ernährungstage
Gruppenbild der Veranstaltung Bonner Ernährungstage
Quelle: Tobias Vollmer

Wie kann Ernährungsbildung Menschen dabei unterstützen, gesunde und nachhaltige Entscheidungen im Alltag zu treffen? Mit dieser Frage beschäftigte sich das 8. BZfE-Forum im Rahmen der Bonner Ernährungstage 2025. Fachleute aus Wissenschaft und Praxis diskutierten über Ernährungskompetenz, geeignete Lernumgebungen und darüber, wie Bildungseinrichtungen gesundes Essverhalten wirksam fördern können.

Am 17. September 2025 hat die BLE das 8. BZfE-Forum im Rahmen der Bonner Ernährungstage veranstaltet. Es fand erneut in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) im Wissenschaftszentrum Bonn statt. Zusätzlich wurde eine kostenlose Übertragung per Livestream angeboten. Vor Ort nahmen etwa 200 Personen teil, digital waren es knapp 400. Thema der diesjährigen Veranstaltung war die Ernährungsbildung. Dabei wurden zentrale Fragen gestellt: Ist mehr gute Bildung die Lösung für die vielfältigen ernährungsbezogenen Herausforderungen unserer Gesellschaft? Was muss noch gegeben sein, damit eine gesunde und nachhaltige Ernährung möglich ist? Und wie kann Ernährungsbildung unter den herausfordernden Rahmenbedingungen in den Bildungseinrichtungen gelingen?

In Impulsvorträgen wurden die Zusammenhänge zwischen Bildung, Verhalten und Ernährungsumfeld beleuchtet. "Eine gelungene Ernährungsbildung stärkt Ernährungskompetenzen auf vielfältige Weise", sagte Dr. Barbara Kaiser, Leiterin des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE), in ihrem Eröffnungsvortrag. "Sie befähigt zur Reflexion des eigenen Ess- und Trinkverhaltens und hilft, aktuelle Themen mit Bezug zum eigenen Alltag einzuordnen." Außerdem ermutige sie bereits Kinder und Jugendliche, Gestaltungsräume zu erkennen und zu handeln. "Bildung ist das Fundament für Lebensführung und Alltagsbewältigung, aber es braucht noch mehr", so Barbara Kaiser.

Daran knüpfte Prof. Britta Renner von der Universität Konstanz mit einem Plädoyer für gesunde Ernährungsumgebungen an: "Ihre Bedeutung wird trotz des viel beachteten Gutachtens des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz von 2020 nach wie vor unterschätzt und die individuelle Handlungskontrolle überschätzt", so die Psychologin. Es reiche nicht aus, im Unterricht etwas über gesunde Ernährung zu lernen, wenn Schulkiosk oder Mensa kein entsprechendes Angebot bereithielten. Gute Beispiele aus Kitas, Schulen und der Erwachsenenbildung zeigten zudem, wie sich Menschen jeden Alters für gesundes Essen und Nachhaltigkeit begeistern lassen.

In der anschließenden Talkrunde diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis über die Chancen der Ernährungsbildung für eine nachhaltigere Welt. Unter ihnen waren unter anderem der Lehrer und Bildungs-Influencer Bob Blume und der stellvertretende Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz Ayush Yadav. Den Abschluss bildete ein Poetry Slammer mit einer literarischen Zusammenfassung des Tages – einem sogenannten Poetic Recording. Das nächste BZfE-Forum findet im September 2027 statt.